Hauptstandort Lindau (ZH)

Der Hauptstandort Lindau ist das Herzstück von AgroVet-Strickhof.

Fotos und Impressionen von Lindau

Fotos mit Drohne am 27. August 2017 von Thomas Widmer und aufgearbeitet von Malgorzata Sitnik.

Informationen zu dem Hauptstandort Lindau

Der Hauptstandort Lindau ist das Herzstück von AgroVet-Strickhof. Hier, am Standort des Kantonalen Kompetenzzentrums für Bildung und Dienstleistungen in Land- und Ernährungswirtschaft, Strickhof, und in unmittelbarer Nachbarschaft zu der ETH-Forschungsstation für Pflanzenwissenschaften, sind in den Jahren 2015-2017 eine Serie von Neubauten realisiert worden:

  • Milchviehstall
  • Stoffwechselzentrum
  • Jungvieh- und Rindermaststall; ab Herbst 2018
  • Büro- und Laborgebäude
  • Forum
  • Futterlager und Siloanlage

>> Informationen zu den Infrastrukturen

Bezug und Inbetriebnahme der Neubauten erfolgen gestaffelt im Laufe des Jahres 2017 und im Herbst 2018.

190219 Agrovet Strickhof Lindau Uebersicht Neubauten

Video über den AgroVet-Strickhof Hauptstandort in Lindau

Aufnahme mit Drohne am 13. August 2017 von Thomas Widmer und aufgearbeitet von Malgorzata Sitnik und Joël Bérard.

Fotos vom Areal Lindau vor Baubeginn für AgroVet-Strickhof

Meilensteine für den Standort Lindau

  • 1387: Erstmalige Erwähnung des Flurnamen «am Strick» und zugleich Hausname des Bauerngutes «Strickhof» an der Strickhofstrasse 39, dem späteren Strickhof-Standort beim Irchel, Stadt Zürich.
  • 1818-1829: Erste landwirtschaftliche Schule für Arme im Bläsihof, Winterberg, Gemeinde Lindau
  • 1853: Gründung der Landwirtschaftlichen Schule Strickhof und Aufbau auf dem Betrieb Strickhof am heutigen «Standort Irchel Zürich»
  • 1894: Benennung der Strickhofstrasse in Zürich
  • 1972: Aufbau der pflanzenwissenschaftlichen Forschungsstation der ETH Zürich in Eschikon Lindau
  • 1976: Bezug des Strickhofs am neuen Standort in Eschikon Lindau
  • 1998: Konzentration der landwirtschaftlichen Schulen von Zürich in Lindau
  • 2010: Erneuerung der Gewächshäuser der pflanzenwissenschaftlichen Forschungsstation
  • 2011: Regierungsratsbeschluss: Projektantrag genehmigt, Vorstudie für AgroVet-Strickhof
  • 2013: Regierungsbeschluss zum Objektkredit von AgroVet-Strickhof
  • 2013: Provisorium Stoffwechselzentrum in Lindau in Betrieb genommen
  • 2014: Kantonsratentscheid zu Projektkredit AgroVet-Strickhof
  • 2015: Spatenstich zum Bildungs- und Forschungszentrum AgroVet-Strickhof
  • 2017: Rückkehr der Kühe des Strickhofs in die neuen Ställe
  • 2017: Eröffnung von AgroVet-Strickhof, der Kooperation für Bildung und Forschung

Geschichte Standort Lindau

Die Landwirtschaftsschule Strickhof hat eine lange Vorgeschichte und auch Vorläufer. Zu nennen ist als Beispiel der Bläsihof in Winterberg, der am 10. Juni 1818 mit acht «Zöglingen» sein Wirken aufnahm. Treibende Kraft bei der Gründung und Präsident der Aufsichtskommission der landwirtschaftlichen Schule im Bläsihof war Hans Konrad Escher von der Linth (1767–1823), der nach seinem Tod in Erinnerung an sein Lebenswerk, die Linthmelioration, den Ehrentitel «von der Linth» erhielt. 1826 wurde die Armenschule Bläsihof geschlossen und es dauerte noch mehrere Jahrzehnte bis zu der Gründung des Strickhofs.

Am 3. Mai 1853 war es so weit und die erste Ackerbauschule am Strickhof in Zürich konnte eröffnet werden. Die Schule startete mit 12 Zürcher und zwei Berner Bauernsöhnen. Ab 1897 wurden auch Winterkurse angeboten.

An diesem Ort wurde danach das Areal Irchel der Universität Zürich entwickelt. Bevor der Strickhof dort wirkte, gehörte das Bauerngut «Der Strickhof» dem ehemaligen Spital. Ab dem Jahre 1852 bis 1976 beherbergte der Strickhof in Oberstrass die Landwirtschaftliche Schule des Kantons Zürich (siehe Foto).

Im Jahre 1967 bot sich dem Kanton die Gelegenheit das ehemalige Fabrikareal der Firma Néstle (früher Maggi) in Lindau für einen neuen Schulstandort zu erwerben. Das Zürcher Stimmvolk unterstützte 1970 die Umzugspläne der Landwirtschaftlichen Schule mit einem deutlichen 70% Ja-Votum an der Wahlurne. 1973 konnte der Grundstein für die «grüne Universität» in Lindau gelegt werden und bereits am 3. September 1976 erfolgte die feierliche Eröffnung.

Fotos vom Gründungsstandort des Strickhofs an der Strickhofstrasse in Zürich

Exkurs zur Entstehung der Landwirtschaftlichen Schulen im 19. Jahrhundert

Das Bedürfnis nach einer theoretischen Ausbildung der Bauern erwachte Ende des 18. Jahrhunderts im Gefolge der Physiokratie und der sich anbahnenden Verwissenschaftlichung der Landwirtschaft und so entstanden in der Schweiz im 19. Jahrhundert die ersten Landwirtschaftlichen Schulen. Einige waren Vollzeitschulen, wie der Strickhof (Zürich, 1853) sowie die Schulen Rütti (Gemeinde Zollikofen, BE, 1860), Cernier, NE (1885) und Grangeneuve, FR (Posieux, 1922). Die meisten boten jedoch nur Winterkurse von November bis März an. Manche waren auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert, wie z.B. Milch- oder Alpwirtschaft, Garten- oder Weinbau. An allen Schulen richtete sich der Unterricht nach den Bedürfnissen der für die schweizerische Bauernschaft typischen kleineren und mittleren Familienbetriebe. Der Lehrplan umfasste Allgemeinbildung (Muttersprache, Rechnen, Geschichte), Naturwissenschaften (Botanik, Zoologie, Chemie) sowie technische und berufskundliche Fächer (Tierzucht, Obst-, Garten- und Weinbau, Agrargesetzgebung, Agrarökonomie und Buchhaltung). Die Ausbildung dauerte mindestens zwei Semester. Diese kantonalen Schulen (häufig mit Internat) wurden von Jugendlichen besucht, welche die obligatorische Schulzeit abgeschlossen und im Familienbetrieb bereits praktische Kenntnisse erworben hatten. 1890 gab es in der Schweiz 6 Landwirtschaftliche Schulen (218 Schüler), 1913 20 Schulen (1'329 Schüler) und 1960 40 Schulen (3'229 Schüler).

Der Hauptstandort Lindau nördlich von Effretikon

AgroVet-Strickhof
Betriebsstandort Lindau
Eschikon 27
8315 Lindau

Kontakt Leitung Forschung und Team

AgroVet-Strickhof Tagung

Die erste AgroVet-Strickhof Tagung findet am 1. Juli 2019 statt. Sichern Sie sich einen Platz und melden Sie sich heute noch an.

Hier gehts zum Eintrag

AgriTech Day

Landwirtschaft der Zukunft –digital und nachhaltig?

Link zum Eintrag

http://www.ethz.ch/agritech

Umweltfreundlichere Kühe

Rinder fressen viel Soja und sind die grossen Emittenten von Treibhausgasen und dem Luftschadstoff Ammoniak. Neuartige Futterzusätze für Wiederkäuer und eine innovative Kuhtoilette sollen Abhilfe schaffen. Link zum Artikel